Insamian*


Erschlagen, frierend sitz ich da
In jeder Ritze meines Geistes, Blitze
Gedanken schmettern auf mich ein, Ununterbrochen
Fordernd, überfordernd,
in den Irrsinn treibend
Jeder Einfall schafft eine Niederschrift,
Dann ein Exeget und holistische Betrachtung
Doch letztlich führt alles nur zum Anfang
Jenem Ende, dem Ursprung, dem Wort

Du trinkst für Ruhe, stille Simplizität
Kurze Pausen im Labyrinth deiner Gedanken
Wann hast du diesen Raum verlassen,
Das letzte Mal
Das Bier schmeckt nicht mehr, müde Knochen
Deiner fehlenden Dynamik Fehlt Aktivismus
Notizbuch für Notizbuch füllt sich, Röntgenbilder deiner Synapsen,
Chaos ohne Reglement, Anarchie
Erkennen, erkunden, verbinden,
Um zu vergessen

Der Ascher, ein architektonisches Meisterwerk
Er denkt zurück, damals,
Als alles begann
Die Welt wurde schlechter und er Hilflos, verwirrt
Ohne Orientierung, keine Navigation, nur Intention
Bereit zu verändern, sich opfern,
Nur für was
Ohne Ziel kein Ankommen,
ohne Suche Kein Finden
Nur immer mehr Gedanken,
Interpretationen, Analysen
Sein Opfer brachte er,
Als er das Opfer beschloss

Keine bessere Welt, keine klügere Menschheit
Kleine Erfolge ohne jegliche Wirkung, Lethargie
Und letztlich zum Anfang, jenem Ende, dem Ursprung
Nur noch Worte, Geschichten, Erdachtes Lebenswerk
Unverständlich,
meist unvollendet,
Immer nur Worte
Das Bier, die Zigaretten, die Zeit Verbraucht
Im TV laufen Nachrichten, Covidiotie und Klimakrise
Das Bier wirkt, Gedanken Verschwimmen, verschwinden

Ein wenig Schlaf nur, zum Glück Träumt er nicht, niemals


*: Insamian = Wahnsinn


© by Ranndy Frahm
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