Straßenkünstler

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Gestern noch

War es ziemlich dunkel und kalt
Selbst der Straßenkünstler
Bewegte sich langsam
Fast wie eingefroren
Hilflos – ohne Hoffnung

Und heute

Die Kälte ist verschwunden
Dunkelheit wurde Licht
Der Straßenkünstler
Tanzte geschmeidig seinen Reigen
Allein – ohne weitere Tänzer

Ich stehe einfach da

Ein Kommen und Gehen
Menschen hetzen vorbei
Keine innere
Keine äußere
Ruhe

Ich schaue zu

Beobachte die Lethargie
Die Alltags-Monotonie
Sie sind Gefangene
Ihres eigenen Kerkers
Verlorener Schlüssel

Während ich zuschaue

Bekomme ich Angst
Beklemmung steigt auf
Wie wird das Morgen sein
Wird es ein Morgen geben
Haben wir ein Morgen verdient

Ich setze mich in Bewegung
Lasse alles hinter mir
Verabschiede mich
Mit einem Lächeln
Hilflos – Verzweifelt

Der Straßenkünstler
Tanzt weiter
Unbekümmert
Als wenn nichts wäre


© RannDynamit - Ranndy Frahm | Alle Rechte vorbehalten.

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