Überraschende Reise

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Ich habe die letzten Tage damit verbracht, am 01.12.2021 mit dem ICE von Berlin nach München zu fahren, in München für eine Sat.1-Serie wirklich großartige Szenen zu drehen und am 02.12.2021 wieder mit dem ICE von München nach Berlin zu reisen. Was ich dabei erlebt habe, ist nicht spektakulär, aber erwähnenswert.

Im Vorfeld, das muss ich erwähnen, habe ich lange nachgedacht und mit Frauchen Sandra besprochen, ob ich dieses Engagement, ob der aktuellen Pandemielage, annehmen oder ablehnen soll. Letztlich habe ich mich für eine Annahme entschieden, da auch die Produktion die momentan strengsten Regeln als Maßstab angewendet hat.

Aber jetzt erst mal zur Hin- und Rückreise.

© ranndy frahm

Ich wurde in den ICE-Verbindungen auf der Hinreise nach München und auf der Rückreise nach Berlin jeweils auf die Einhaltung der 3G Regeln kontrolliert. Was ich extrem positiv empfunden haben. Ebenso empfand ich es für das Zugpersonal als wirklich entlastend, dass sie von professionellen und externen Sicherheitskräften bei den Kontrollen begleitet wurde. Übrigens gab es auf beiden Verbindungen zumindest was ich mitbekommen habe, keine Gäste, die die geltenden Regeln missachtet haben. Ebenso wurde im ICE unterschieden zwischen 3G und 2G Regel. Im gesamten Zug galt GENESEN, GEIMPFT oder GETESTET bis auf den gastronomischen Bereich, also das Zugrestaurant. Dort wurde strikt die 2G Regel angewendet. Somit konnte ich im Bordrestaurant zumindest am Tisch ohne Maske sitzen und die Zeit überbrücken. Was bei Fahrzeit von jeweils bisschen über 6 Stunden schon ein wenig Erleichterung und Entspannung verschafft.

Aus Berlin bin ich vonseiten der Politik eine ziemlich aktionslose Corona-Politik gewöhnt. Was das Verhalten vieler Berliner Bürger:innen angeht, davon möchte ich erst gar nicht anfangen zu erzählen. Umso mehr war ich erstaunt, als ich in München ankam. Der gesamte Hauptbahnhof war mit Desinfektionsspendern ausgestattet, die sogar gefüllt und funktionsbereit waren. Als ich dann zur S-Bahn ging, bemerkte ich auch dort überall die funktionierenden Spender. Noch erstaunter war ich jedoch, dass diese Spender auch an allen Haltestellen-Zugängen vorhanden waren. Ein wenig später erzählte mir ein Münchner Kollege, dass dies auch an allen Bushaltestellen und U-Bahnhöfen der Fall sei. Und ganz offen, ich habe diese Desinfektionsspender genutzt. Jedes Mal, wenn ich umsteigen oder aussteigen musste.

Aber auch das Verhalten der Menschen war ungewohnt entspannt und großartig. Alle trugen – für mich ganz wichtig – fast ausschließlich FFP2 Masken, überall wo es möglich war, wurde die Distanz zu anderen geachtet und bei Kontrollen gab es kein Meckern, sondern oft sogar dankbare Worte für das kontrollierende Personal. Im Ganzen muss ich einfach sagen, dass ich noch nie eine solch konsequente Einhaltung der Schutzmaßnahmen erlebt habe und was mich wirklich erstaunte und positiv faszinierte, war die entspannte und sich der Gefahr bewusst seiende Bevölkerung. Hut ab und vielen Dank.

Ich bin kein Fan von München. Ich finde persönlich weder einen Draht zur Stadt noch einen Zugang zu den dort lebenden Menschen. Aber ich durfte erfahren und erleben, wie sich eine solidarische Gemeinschaft verhalten kann. Ebenso durfte ich erleben, wie sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, kultureller Eigenarten und sozialer Differenzen in den wichtigen und jeden betreffenden Dingen einig waren/sind. Das habe ich so seit langer Zeit in Deutschland nicht erlebt.

Es zeigt mir aber auch, wie einfach und gleichzeitig schwierig es ist, sich in Form von Schutzmaßnahmen diesem Virus anzupassen. Aber es geht einfach nicht anders. Wir werden noch lange unter den Folgen der Pandemie und noch länger unter dem Einfluss von Sars-CoV-2 leiden und damit leben müssen.

Einst sollten sich langsam alle Bürger:innen – überall in Deutschland – klarmachen. Das eigene Schicksal wird nicht ohne eine funktionierende Gesellschaft gedeihen und erblühen können. Ebenso wie eine Gesellschaft ohne den Zusammenhalt aller Bürger:innen, dauerhaft keine Chance hat.

Rücksicht! Umsicht! Vorsicht!


© RannDynamit - Ranndy Frahm | Alle Rechte vorbehalten.

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